Darbietung fasziniert: „Das war etwas ganz Besonderes“, kommentierte der Talkmaster den Auftritt seiner Gäste aus den USA. Auch Günther Jauch freute sich über einen Auftritt von PILOBOLUS: In seiner Sendung „Menschen, Bilder, Emotionen“ beeindruckte die Compagnie mit einem grandiosen „schattenhaften“ Jahresrückblick.
Schattentheater? Tanz? Das, was PILOBOLUS hier entwickelt hat, lässt sich in keine Schublade stecken. Bilder werden unmittelbar und mittelbar erzeugt, der Betrachter taucht in die Schattenwelten ein wie in eine Filmszene. Zwar nutzt die Compagnie Elemente des Balletts, doch mit Tanz im klassischen Sinne hat das, was die Künstler zeigen, nur am Rande zu tun. „Von Anfang an gehörte die Metamorphose zum PILOBOLUS-Erlebnis. Wir sehen beides – Körperlichkeit und Illusion. Körper werden zu Bildern und ein Bild fließt in das nächste, poetisch, unerklärlich“, schrieb die „New York Times“.
Und in der Stuttgarter Zeitung schwärmte Michael Werner: „Wenn man ‚Shadowland‘ gesehen hat, ist man sprachlos. Weil man so ‘was noch nie gesehen hat. Weil man eigentlich die Mitglieder der US-amerikanischen Tanz-und-viel-mehr-Compagnie PILOBOLUS alle umarmen möchte, dafür, dass sie einem so etwas Schönes, Anrührendes und völlig Unerwartetes beschert haben. Aber sagen? Sagen möchte man nichts. Außer vielleicht: ‚Toll‘!“
Welche Geschichte wird bei SHADOWLAND erzählt?
Nacht. Ein kleines Haus in einer kleinen Straße. Ein Mädchen im Teenageralter macht sich bettfertig. Sie strebt nach Unabhängigkeit, aber für ihre Eltern ist sie noch das kleine Mädchen. Da sie mit ihren Gedanken nur ins Reich der Träume fliehen kann, geht sie schlafen. Doch plötzlich wird sie durch etwas aufgeweckt, was hinter ihrer Schlafzimmerwand lauert – ihr Schatten. Plötzlich dreht sich die Wand ihres Zimmers und nimmt sie auf der anderen Seite gefangen. Da sie nicht fliehen kann, begibt sich das Mädchen auf eine Entdeckungsreise, tiefer und tiefer in das Land der Schatten, um einen Weg nach draußen zu finden. Merkwürdige Kreaturen begegnen ihr auf der Reise – gleichzeitig komisch und böse,
angsteinflößend und verführerisch. Verrückte Köche versuchen sie in einer Suppe zu
kochen, Monster mit Klauen drohen, sie zu zermalmen und eine gigantische Hand
verwandelt sie in einen Hund. Nur ein Zentaur findet den Weg zum Herzen des
Hundemädchens. Mit der flüchtigen Logik eines Traums, der Anmut eines akrobatischen Tanzes, dem Humor des besten Cartoons und dem Gefühl einer Liebesgeschichte feiert SHADOWLAND die seltsame Kraft der Verwandlung bei Dunkelheit, um uns in
unerwarteter und aufregender Art und Weise zu zeigen, wer wir sind.
Die Entstehungsgeschichte von SHADOWLAND
Mehrere Jahre hatte das PILOBOLUS Dance Theater mit der traditionellen Form des Schattentheaters experimentiert, bevor es eine neue Art der Performance entwickelte. Den Anstoß hierzu gab ein Anruf des japanischen Autoherstellers Hyundai, der anfragte, ob
PILOBOLUS in der Lage sei, ein Auto darzustellen, ohne ein Auto zu zeigen. Die Tanzcompagnie antwortete zunächst einmal: „Ja, das können wir!“, und die Idee, mit Schatten zu arbeiten, war geboren! Daraufhin wurden die Produzenten der Oscar-Verleihung auf diese ungewöhnliche Art der Darstellung aufmerksam und engagierten die Compagnie für die Oscar-Verleihung 2007 – der VW-Bus aus „Little Miss Sunshine“ war da zu sehen und der Stöckelschuh des Plakatmotivs von „Der Teufel trägt Prada“.
Das heutige Ergebnis der mehrjährigen Arbeit mit Schattengebilden ist eine Mischung aus dem unverkennbaren Stil von PILOBOLUS und innovativen Ausflügen in gänzlich neue Gebiete. Mit SHADOWLAND erlebt das Publikum eine neue Dimension von Schatten und Tanz mit poetisch ineinanderfließenden Bildern.
Den Handlungsstrang der Show entwarf der Kinderbuchautor Steven Banks („SpongeBob Schwammkopf“), den SHADOWLAND-Soundtrack schuf der populäre amerikanische
Musiker, Produzent und Filmkomponist David Poe. Seine Kompositionen reichen von Balladen bis zu treibenden Rocknummern und seine Songs untermalen auf poetische Weise die Themen und Bilder der faszinierenden Schattenwelt.
Spektakuläre Effekte
Verblüffend sind nicht nur die Figuren, die aus menschlichen Körpern entstehen. Spektakulär sind auch die Effekte, die PILOBOLUS durch verschiedene bewegliche Leinwände auf mehreren Ebenen erzeugt. So entstehen Bilder jenseits der Schwerkraft. Mit Akrobatik und Poesie zeigen uns die Tänzerinnen und Tänzer, dass der Mensch auch Tier, Pflanze, Landschaft und sogar das Universum sein kann: Die Schatten der Tänzer verwandeln sich scheinbar mühelos in fahrende Autos, Elefanten, aufgehende Blüten, Burgen oder
Zentauren.
Nach restlos ausverkauften Shows in Zürich, Wien, Düsseldorf, Berlin, Köln und Stuttgart startete PILOBOLUS mit SHADOWLAND Ende Dezember 2011 seine neue große Europatournee, die die Tanzcompagnie durch Deutschland, die Schweiz, Österreich und auch in Städte wie Budapest und Paris führt.
SHADOWLAND: Eine spektakuläre Welt aus Träumen, Licht, Schatten, Artistik,
Bewegung und poetischer Musik! |